5.Epoche |1945–1966

Ober­li­ga, Vize-Ama­teur­meis­ter Deutsch­lands, 2. Liga Süd — tur­bu­len­te Nachkriegszeit

Auf­bau­zeit, zwei Jah­re ers­te Liga und die deut­sche Vize­am­a­teur­meis­ter­schaft (1945–1952)


Am 5. März 1944 trug der KFV sein letz­tes Pflicht­spiel im Deut­schen Reich aus. Am 4. April 1945 wird Karls­ru­he von Fran­zo­sen besetzt. Spä­ter wird Karls­ru­he der ame­ri­ka­ni­schen Besat­zungs­zo­ne zuge­teilt. Schon früh nach Kriegs­en­de began­nen Par­tei­en, Ver­bän­de und Ver­ei­ne sich neu­zu­for­mie­ren. Nach der ers­ten Mit­glie­der­ver­samm­lung, geneh­migt die ame­ri­ka­ni­sche Mili­tär­re­gie­rung am 20. Dezem­ber 1945 das vor­ge­leg­te Grün­dungs­pro­to­koll des KFV.


1948 bis 1952: Frei­er Fall in die Bezirks­klas­se, Rück­kehr in die 2. Liga und deut­sche Vize-Amateurmeisterschaft

Nach dem Abstieg aus der erst­klas­si­gen Ober­li­ga fand sich der KFV in der tris­ten Lan­des­li­ga wie­der, da es zu die­sem Zeit­punkt noch kei­ne über­re­gio­na­le 2. Liga gab. 15 Spie­ler des KFV-Ober­li­ga-Teams wan­der­ten ab, Leis­tungs­trä­ger Mor­lock zog aus beruf­li­chen Grün­den nach Offen­bach. Unter unge­heu­ren Schwie­rig­kei­ten muss­te der KFV nun über die Som­mer­pau­se wie­der eine funk­tio­nie­ren­de Mann­schaft for­mie­ren. KFV-Alt­na­tio­nal­spie­ler Max Bre­u­nig blieb den Schwarz-Roten als Trai­ner erhal­ten. In der Lan­des­li­ga Nord­ba­den Grup­pe Süd stamm­ten die Geg­ner des KFV aus dem enge­ren geo­gra­phi­schen Gür­tel um Karls­ru­he. Statt dem 1. FC Nürn­berg, der Frank­fur­ter Ein­tracht oder dem FC Bay­ern Mün­chen war­te­ten nun der FC Neu­re­ut, SpVgg Dill­wei­ßen­stein und FVgg. Mühl­acker auf die Schwarz-Roten. Klei­ner Trost: Immer­hin waren mit dem eben­falls abge­stie­ge­nen FC Phö­nix Karls­ru­he und dem 1. FC Pforz­heim zwei wei­te­re Tra­di­ti­ons­ver­ei­ne in der Lan­des­li­ga auf­ge­lau­fen.
In der Lan­des­li­ga kam es in der dar­auf­fol­gen­den Sai­son beson­ders bit­ter für die Schwarz-Roten: Hat­te sich der KFV zuvor noch für eine über­re­gio­na­le, zweit­klas­si­ge Liga ein­ge­setzt, um nach dem ver­mut­li­chen Abstieg aus der Ober­li­ga nicht ganz so tief zu fal­len, wur­den die­se Bemü­hun­gen dem Alt­meis­ter nun zum Ver­häng­nis. Da die Lan­des­li­ga Nord­ba­den in der Fol­ge­sai­son mit der Lan­des­li­ga Mit­tel­ba­den zusam­men­ge­schlos­sen wur­de, muss­te der Alt­meis­ter nach dem Ober­li­ga­ab­stieg unter die ers­ten sechs Mann­schaf­ten kom­men, um die Klas­se zu hal­ten. Der KFV wur­de sieb­ter. Lokal­ri­va­le Phö­nix, der schon die Schlin­ge am Hals hat­te, konn­te sich knapp vor den KFV noch auf den sechs­ten Platz und damit in die fusio­nier­te Lan­des­li­ga ret­ten, wäh­rend der KFV erneut abstieg. In der Bezirks­li­ga ange­kom­men, erreich­te der KFV in der Fol­ge­sai­son den zwei­ten Platz, knapp hin­ter dem FV Dax­lan­den. Ein­zi­ger Licht­blick in die­sen schwe­ren Mona­ten war die Wie­der­eröff­nung des KFV-Plat­zes am 29. August 1948. Das Eröff­nungs­spiel gegen den neu­en Lokal­ma­ta­dor VfB Mühl­burg ging vor 6.000 Zuschau­ern mit 1:6 ver­lo­ren. Ein Ergeb­nis, wel­ches die neue Kräf­te­ver­tei­lung im Karls­ru­her Fuß­ball gut widerspiegelte.

Erst im dar­auf fol­gen­den Spiel­jahr (1949/50) kam der Erfolg zurück zu den Schwarz-Roten. Mit 92:19 Toren und 43:1 Punk­ten domi­nier­te der Alt­meis­ter unter Kapi­tän Erich Benz (geb. 7.11.1915), einer der letz­ten ver­blie­be­nen Ober­li­ga-Vete­ra­nen, die Bezirks­li­ga nach Belie­ben. Ganz ohne Tra­gik ging es aber den­noch nicht: KFV-Spie­ler Karl Sälz­ler starb bei einem Ver­kehrs­un­fall und auch der hoff­nungs­vol­le, jun­ge Ver­tei­di­ger Otto Metz wur­de Opfer eines Unfalls, bei dem er sich bei­de Bei­ne brach. Nach­dem der Ex-KFV-Spie­ler Trauth („eiser­ner Her­mann“) den KFV wie­der nach oben geführt hat­te, über­nahm mit Karl Strie­bin­ger (1913–1981) ein drei­ma­li­ger deut­scher Natio­nal­spie­ler, der erst zwei Jah­re zuvor als Spie­ler des VfR Mann­heim die ers­te deut­sche Nach­kriegs­meis­ter­schaft gewann, das Trai­ner­amt des KFV. 

Mit dem Auf­stieg in die neu geschaf­fe­nen 1. Ama­teur­li­ga Nord­ba­den war der Alt­meis­ter for­mal mit dem Erz­ri­va­len FC Phö­nix wie­der gleich­ge­zo­gen. Sport­lich ging es auch mit dem pro­mi­nen­ten Trai­ner wei­ter berg­auf: Im August wur­de der KFV zusam­men mit dem FC Basel zur Ein­wei­hung der Sport­platz­an­la­ge von CD St. Cla­ra nach Por­tu­gal ein­ge­la­den, wo die Schwarz-Roten den Schwei­zer Vize­meis­ter mit 3:2 schlu­gen. In der dar­auf­fol­gen­den Liga­run­de lan­de­te der KFV knapp vor dem FC Phö­nix auf dem zwei­ten Rang. Meis­ter und Auf­stei­ger wur­de Feu­den­heim. Fair ging es in der obers­ten Ama­teur­li­ga Nord­ba­dens nicht immer zu: Beim 2:1‑Sieg gegen Hocken­heim, im Janu­ar 1952, dran­gen Zuschau­er „noch vor Aus­brin­gung des Sport­rufs […] aufs Spiel­feld und beschimpf­ten und schlu­gen unse­re Spie­ler. Oehl­bach wur­de fast bewusst­los geschla­gen und getre­ten. Auch die Beglei­ter und Anhän­ger des KFV wur­den tät­lich ange­grif­fen. Die wüten­de Meu­te woll­te den Umklei­de­raum unse­rer Mann­schaft stür­men. Eben­so setz­te es beim Weg­ge­hen der Mann­schaft und Beglei­tung Faust­schlä­ge und Fuß­trit­te ab.“ Trai­ner Strie­bin­ger blieb nur ein Jahr und wur­de vom Sport­leh­rer Erwin Stumpp beerbt, der aber wie­der­um nach kur­zer Zeit vom ehe­ma­li­gen Spie­ler Erwin Schnei­der abge­löst wur­de.
Trotz man­cher tris­ter Lokal­spie­le, konn­te der KFV schon bald wie­der, mit der im Som­mer sich anschlie­ßen­den End­run­de um die erst­mals aus­ge­tra­ge­ne Deut­sche Ama­teur­meis­ter­schaft, lan­des­weit Schlag­zei­len machen.

Die KFV-Elf im Jahr 1949. V.l.n.r.: Trauth (Trai­ner), Horn, Kitt­litz, A., Kitt­litz, H., Ste­phan, Ott, Ehr­mann, Huber (Spiel­aus­schuss); knie­end: Benz, Buhlin­ger, Lurk, Weber, Scheu­rer. Quel­le: KFV.
Ettlingen statt München und Nürnberg: Der nach dem Abstieg in die Bezirksklasse. Quelle: KFV.
Ett­lin­gen statt Mün­chen und Nürn­berg: Der nach dem Abstieg in die Bezirks­klas­se. Quel­le: KFV.
Eröffnungsspiel des KFV-Platzes an der Telegrafenkaserne im August 1948 gegen den VfB Mühlburg. Quelle: KFV-Archiv.
Eröff­nungs­spiel des KFV-Plat­zes an der Tele­gra­fen­ka­ser­ne im August 1948 gegen den VfB Mühl­burg. Quel­le: KFV-Archiv.

Nur knapp um den Tri­umph gebracht: Ama­teur­vi­ze­meis­ter 1951 vor 70.000 Zuschau­ern im Ber­li­ner Olympiastadion

Inner­halb von 14 Tagen schlug der KFV in der neu geschaf­fe­nen deut­schen Ama­teur­meis­ter­schaft den FC 08 Vil­lin­gen (3:2), VfL Sin­del­fin­gen (2:0) und den SSV Trois­dorf 05 (3:1). Damit stand der KFV im Fina­le um die deut­sche Ama­teur­meis­ter­schaft, wel­ches in einer Dop­pel­ver­an­stal­tung im Ber­li­ner Olym­pia­sta­di­on als Vor­spiel des Finals der Ver­trags­spie­ler (1. FC Kai­sers­lau­tern – FC Preu­ßen Müns­ter 2:1) aus­ge­tra­gen wur­de. Als Final­geg­ner war­te­te mit dem ATSV Bre­men 1860 auf die Karls­ru­her ein Bre­mer Fuß­ball­pio­nier­klub, der bereits 1988 sei­ne Fuß­ball­ab­tei­lung ein­stel­len sollte.

Einen Tag vor dem Fina­le in Ber­lin ging es für den KFV-Tross am 29. Juni mit dem Zug zunächst nach Frank­furt, wo Ehren­vor­sit­zen­der Dr. Ruzek war­te­te, „dann kam für die meis­ten der Teil­neh­mer der gro­ße Augen­blick, an dem sie das ers­te Mal in ihrem Leben ein Ver­kehrs­flug­zeug bestie­gen“(!) Um 18 Uhr kam die Maschi­ne wohl­be­hal­ten in Ber­lin an, wo es mit dem Auto­bus zum Hotel am Bahn­hof Gesund­brun­nen ging. Am Sams­tag mach­te die Mann­schaft eine Stadt­rund­fahrt und bekam gleich­zei­tig gro­ße Sor­gen­fal­ten: Stür­mer­star Ehr­mann hat­te Magen­ver­stim­mun­gen zu bekla­gen. Erst weni­ge Minu­ten vor dem Anstoß ent­schied sich Trai­ner Kraft ihn doch ein­zu­set­zen. Im Ber­li­ner Sta­di­on war­te­ten bereits 70.000 Zuschau­er auf die Karls­ru­her: „Vie­le Ein­drü­cke stürm­ten auf die Mann­schaft ein. Die­se gewal­ti­ge herr­li­che Sport­platz­an­la­ge, das war­me son­ni­ge Wet­ter, die gewal­ti­ge Zuschau­er­ku­lis­se, kurz­um, das alles waren Momen­te, die von der Mann­schaft selbst über­wun­den wer­den mußten“.
 
Erich Benz (genannt „Ben­ze Arsch“, auf­grund sei­ner stets zu wei­ten Hosen, die er trug) bestritt in Ber­lin sein 1100. (!) Pflicht­spiel für den KFV. Die KFV-Elf kam nach dem Anpfiff der Par­tie nur schlep­pend in Gang. Der star­ke Bre­mer Wil­li Schrö­der, der spä­ter noch auf 12 A‑Länderspiele kom­men soll­te, schoss früh das 1:0, 20 Minu­ten spä­ter bereits das 2:0 und so gin­gen bei­de Teams in die Halb­zeit­pau­se. Die mit­ge­reis­ten KFV­ler befürch­te­ten, die Mann­schaft wür­de nun resi­gnie­ren und der Beginn der zwei­ten Hälf­te gab ihnen zunächst recht: Die Bre­mer erhöh­ten auf 3:0! In den letz­ten 30 Minu­ten dreh­te der KFV nun jedoch furi­os auf und war die spiel­be­stim­men­de Mann­schaft. In kur­zer Zeit ver­kürz­ten Kitt­litz und Ehr­mann auf 2:3 aus Sicht des Alt­meis­ters „und dann hing es wirk­lich nur noch an einem sei­de­nen Faden, dass der Anschluss­tref­fer fiel“. Nur mit viel Glück konn­ten die Bre­mer das 3:2 über die Zeit ret­ten. DFB-Prä­si­dent Dr. Bau­wens (Ehren­mit­glied des KFV!) fand trös­ten­de Wor­te („Ihr habt bei­de gewon­nen“) für die Karls­ru­her. Da die Rück­rei­se erst am Mon­tag ange­setzt war, hat­te die KFV-Elf noch genü­gend Gele­gen­heit Ber­lin zu erkun­den. In Karls­ru­he wur­den die Schwarz-Roten am Haupt­bahn­hof bereits von meh­re­ren hun­dert Anhän­gern sowie Bür­ger­meis­ter Dr. Guten­kunst und dem Süd­west­rund­funk erwar­tet. Auch die Mann­schaft selbst ließ sich nach der gelun­ge­nen Sai­son kräf­tig fei­ern. Was sich im Anschluss „als Ver­län­ge­rung des Emp­fangs“ in Leo­pold Ran­sen­bergs Kaba­rett Roland ereig­ne­te, „dar­über schweigt des Berich­ters Höf­lich­keit“, so die KFV-Vereinsnachrichten.
 

Für Kurt Ehr­mann war der Wett­be­werb Aus­gangs­punkt sei­ner inter­na­tio­na­len Kar­rie­re: Er wur­de dar­auf zu einem DFB-Vor­be­rei­tungs­kurs für die Olym­pi­schen Spie­le 1952 in Hel­sin­ki ein­be­ru­fen. Die bei­den Kitt­litz-Brü­der, die 1949 zum KFV gekom­men waren und 1951 im Fina­le stan­den, been­de­ten 1956/57 ihre Kar­rie­re und zogen bei­de nach Bad Schön­born, wo sie bis zu ihrem Tod 1984 (Alfons) bzw. 1981 (Hugo) leb­ten. Ein wei­te­rer Held des Finals, Simon „Sep­pel“ Weber (19. Dezem­ber 1919 in Karls­ru­he — 1989 in Karls­ru­he), absol­vier­te von 1945 bis 1956 genau 600 Spie­le in der ers­ten Mann­schaft und war lan­ge Jah­re hin­durch Kapi­tän der KFV-Trup­pe. Der Rekord­tor­schüt­ze der letz­ten erst­klas­si­gen Pha­se des KFV (Ober­li­ga Süd 1945–47) kam vom FC Süd­stern und war nach sei­ner KFV-Kar­rie­re Spiel­aus­schuss­vor­sit­zen­der sowie Trai­ner (1959/60 und von 1960 bis 1962) der Schwarz-Roten. Er wur­de mit der sil­ber­nen und gol­de­nen Ehren­na­del aus­ge­zeich­net und zum Ehren­spiel­füh­rer und Ehren­mit­glied ernannt. Zur Hoch­zeit schrieb ihm der KFV-Vor­stand 1951 fol­gen­de kurio­se Zei­len: „Trotz­dem die Zustim­mung zu Ihrer Ehe­schlie­ßung sei­tens des KFV-Vor­stan­des nicht aus­ge­spro­chen wur­de, müs­sen wir uns mit den gebe­ben Tat­sa­chen abfin­den, und es bleibt uns daher nur, ihnen und Ihrer Frau von gan­zem Her­zen für den Ehe­bund Gutes zu wün­schen. […] Da Sie nun mit allen Begleit­mö­beln ver­se­hen sind, blieb Ihnen als letz­tes nur noch die Anschaf­fung einer Frau“.

30. Juni 1951, End­spiel um die deut­sche Ama­teur­meis­ter­schaft: ATSV Bre­men 1860 – KFV 3:2 (2:0)
Schieds­rich­ter: Pucka (Ber­lin), Zuschau­er: 70.000

Bre­men Her­bert Otten — Hel­mut Steh­mei­er, Her­bert Scher­rer — Arnold Neu­hauß, Wer­ner Mese­berg, Hel­mut Neu­mann — Karl-Heinz Nagel, Hel­mut Haa­se, Wil­li Schrö­der, Fried­rich Kör­ner, “Kal­le” Kratz
Trai­ner: Dr. Hel­mut Bergmann

KFV: Erwin Rat­zel — Simon Weber, Heinz Buhlin­ger — Fritz Scheu­rer, Erich Hee­ger, Alfons Kitt­litz — Otto Koch, Kurt Ehr­mann, Hugo Kitt­litz, Erich Benz, Wil­li Ott

Trai­ner: Boba Kraft (nur für die­ses Spiel als Betreu­er ver­pflich­tet)
1:0 Schrö­der, 2:0 Schrö­der, 3:0 Kör­ner, 3:1 Kitt­litz, 3:2 Ehrmann

 
 
KFV-Mannschaft 1952 als Nordbadischer Amateurmeister. V.l.n.r.: Heeger, Ott, Fischer, Oehlbach, Scheurer, Müller, Ehrmann, Kittlitz, H., knieend: Weber, Ratzel, Steidinger undKoch, Quelle: KFV.
KFV-Mann­schaft 1952 als Nord­ba­di­scher Ama­teur­meis­ter. V.l.n.r.: Hee­ger, Ott, Fischer, Oehl­bach, Scheu­rer, Mül­ler, Ehr­mann, Kitt­litz, H., knie­end: Weber, Rat­zel, Stei­din­ger und­Koch, Quel­le: KFV.
Deut­scher Ama­teur-Vize­meis­ter gegen 1860 Bre­men in Ber­lin (2:3). In der Mann­schaft des KFV spielt auch der im fol­gen­den Jahr als Natio­nal­spie­ler nomi­nier­te Karls­ru­her Kurt Ehr­mann oben: Ber­li­ner Olym­pia­sta­di­on: 70.000 Zuschau­er sahen die 2:3 Nie­der­la­ge des KFV gegen Bre­men im Spiel um die ers­te deut­sche Ama­teur­meis­ter­schaft. Quel­le: KFV.
Szenen aus dem Finale um die deutsche Amateurmeisterschaft. Quelle: KFV.
Sze­nen aus dem Fina­le um die deut­sche Ama­teur­meis­ter­schaft. Quel­le: KFV. 
Siegerehrung der Deutschen Amateurmeisterschaft mit DFB-Präsident Peco Bauwens. Im Hintergrund in den dunklen Trikots die KFV-Mannschaft. Quelle: KFV.
Sie­ger­eh­rung der Deut­schen Ama­teur­meis­ter­schaft mit DFB-Prä­si­dent Peco Bau­wens. Im Hin­ter­grund in den dunk­len Tri­kots die KFV-Mann­schaft. Quel­le: KFV.
Schlagzeilen zur Amateurmeisterschaft. Quelle: KFV.
Schlag­zei­len zur Ama­teur­meis­ter­schaft. Quel­le: KFV.
Kurt Ehr­mann
Abend­me­nü in Berlin
Schreiben von Rudolf Dassler an den KFV (1952). Quelle: KFV.
Schrei­ben von Rudolf Das­s­ler an den KFV (1952). Quel­le: KFV.
Ernest F. Kro­ner, Mit­glied des KFV von 1910 bis 1923 sowie Aus­lands­mit­glied von 1925 bis 1936 Spiel­füh­rer der drit­ten Mann­schaft; 1922 für zwei Spie­le für die ers­te Mann­schaft gegen den VfB Stutt­gart (2:1) und Heil­bronn (1:4); spä­ter für VfB und Armi­nia Bie­le­feld; 1923 Aus­wan­de­rung in die USA und spä­ter Mili­tär; spiel­te fort­an nur noch Ten­nis. „In 1950, vier Tage ehe die Kom­mu­nis­ten die Stadt Seol, Korea ein­nah­men, gewann ich die Korea­ni­sche Meis­ter­schaft im Ein­zel Spiel in einem 2 ½ stu­en­di­gen End­spiel. Ich war von jeher ein star­ker Anti­kom­mu­nist gewe­sen, aber jetzt bin ich es noch mehr, denn die ver­damm­ten Kom­mu­nis­ten sind dar­an Schuld, das ich den ver­dien­ten Pokal nie­mals ueber­reicht bekom­men habe“. Ab Juni 1952 für das Ame­ri­ka­ni­sche Aus­wär­ti­ge Amt in Dja­kar­ta, Indo­ne­si­en. Quel­le: KFV.
Meisterspieler Fritz Förderer bittet aus Weimar um Lebensmittel und Medikamente. Er ist krank und starb wenig später. Quelle: KFV-Archiv.
Meis­ter­spie­ler Fritz För­de­rer bit­tet aus Wei­mar um Lebens­mit­tel und Medi­ka­men­te. Er ist krank und stirbt wenig spä­ter (1951). Quel­le: KFV-Archiv.
„Als alter Freund und Bewun­de­rer des K.F.V.“ gra­tu­liert der berühm­te Fuß­ball­funk­tio­när und FC Bay­ern-Prä­si­dent Kurt Land­au­er dem KFV zum Auf­stieg in die 2. Liga Süd (1952). Quel­le: Stadt­ar­chiv Karlsruhe. 
Fusion mit Frankonia? Die Überlegungen dazu waren schon reif. Quelle: KFV-Archiv.
Fusi­on mit Fran­ko­nia? Die Über­le­gun­gen dazu waren schon reif (1957). Quel­le: KFV-Archiv.

1952 bis 1957: 2. Liga Süd und die his­to­ri­sche Wei­chen­stel­lung im Karls­ru­her Fußball 

Mit dem wie­der her­ge­stell­ten Selbst­be­wusst­sein stieg der KFV 1952 von der 1. Ama­teur­li­ga in die 2. Liga Süd auf. Im Auf­stiegs­jahr 1951/52 kam es auch zu den letz­ten bei­den Der­bys gegen den FC Phö­nix, der nur auf dem fünf­ten Platz lan­de­te. Ein Kapi­tel deut­scher Fuß­ball­der­by-Geschich­te ging damit zu Ende! In den dar­auf­fol­gen­den fünf Spiel­zei­ten hielt sich der KFV in der 2. Liga und war auch wie­der gefühlt unter sei­nes­glei­chen angekommen.

Der­weil erfolg­te eine für den Karls­ru­her Fuß­ball­sport ein­schnei­den­de Ent­wick­lung: Den FC Phö­nix plag­ten finan­zi­el­le Pro­ble­me und der hei­mi­sche Wild­park, das Sta­di­on der Schwarz-Blau­en, war stark über­ho­lungs­be­dürf­tig. Das gro­ße Sta­di­on von 1921 war das Kapi­tal des Ver­eins, wäh­rend es dem Lokal­ma­ta­dor VfB Mühl­burg eines sol­chen man­gel­te. Der VfB Mühl­burg war inzwi­schen mit Abstand die sport­li­che Num­mer 1 in Karls­ru­he und ver­pass­te 1951 nur knapp die Teil­nah­me an der End­run­de der deut­schen Meis­ter­schaft. Die Mühl­bur­ger Mann­schaft brach im 2. Welt­krieg nicht aus­ein­an­der und konn­te 1947, im Abstiegs­jahr des KFV und des FC Phö­nix aus der Ober­li­ga Süd, eben in die­se Klas­se auf­stei­gen. Das Mühl­bur­ger Sta­di­on an der Hon­sell­stra­ße war jedoch längst an sei­ne Kapa­zi­täts­gren­zen gekom­men, die Zuschau­er saßen teil­wei­se auf den Bäu­men, so dass man bereits über einen Neu­bau nach­dach­te. Ein Neu­bau kam aber nicht in Fra­ge: Nacht der Wäh­rungs­re­form und den 1948/49 ein­ge­führ­ten Ver­trags­spie­ler­sta­tu­ten ver­füg­ten die Mühl­bur­ger nur noch über ein Ver­eins­ver­mö­gen von 1176 Mark. Der FC Phö­nix hin­ge­gen besaß ein Sta­di­on, wel­ches den Zuschau­er­be­darf der Mühl­bur­ger bedie­nen konn­te. Mit dem Vor­schlag einer Fusi­on trat Karls­ru­hes Ober­bür­ger­meis­ter Klotz an die bei­den Ver­ei­ne her­an und ver­sprach den Bau eines neu­en Sta­di­ons (Klotz‘ Vater, Franz Klotz, war Begrün­der der Jugend­ab­tei­lung des FC Phö­nix gewe­sen). Auf zwei getrenn­ten Gene­ral­ver­samm­lun­gen wur­de im Sep­tem­ber 1952 über die Fusi­on abge­stimmt. Bei den klam­men Phö­nix­lern erhielt der Vor­schlag auf Anhieb wie erwar­tet brei­te Zustim­mung. Die Mühl­bur­ger wehr­ten sich aus Grün­den der Tra­di­ti­on gegen einen Umzug zum nie­der­klas­si­gen Phö­nix in den Hardt­wald. Bei der Abstim­mung der 772 anwe­sen­den VfB-Mit­glie­der fehl­ten schließ­lich 33 Stim­men zur not­wen­di­gen 2/3‑Mehrheit. Drei Wochen spä­ter über­zeug­te man nun auch die Mühl­bur­ger Skep­ti­ker, die Fusi­on war damit am 16. Okto­ber 1952 beschlos­se­ne Sache, der neue Ver­ein wur­de auf den Namen Karls­ru­her Sport-Club Mühl­burg-Phö­nix e.V. getauft. Der Mühl­bur­ger Heinz von der Heydt wur­de ers­ter Prä­si­dent des neu­en Ver­eins, der vor­ma­li­ge Phö­nix-Vor­stand Robert Suhr beklei­de­te das Amt des Vize­prä­si­den­ten. Ein Indiz des Macht­ver­hält­nis­ses zwi­schen den bei­den Klubs. Sport­lich konn­te der neue Klub den Platz des VfB Mühl­burg in der Ober­li­ga Süd ein­neh­men und die bereits sie­ben Spiel­ta­ge der alten Sai­son unter dem Namen KSC Phö­nix-Mühl­burg spie­len. Ab der Spiel­zeit 1953/54 wur­de dann die Bezeich­nung Karls­ru­her SC gebräuch­lich. Im Wild­park wur­de umge­hend mit dem Neu­bau des Sta­di­ons begon­nen, der aber fast drei Jah­re in Anspruch nahm, so dass der KSC sei­ne Heim­spie­le in den ers­ten drei Jah­ren in der Mühl­bur­ger Hon­sell­stra­ße aus­tra­gen muss­te. Der neue KSC über­hol­te mit ca. 2000 Mit­glie­dern den KFV (1000 Mit­glie­der) deutlich. 

Auch dem KFV bot man an, dem neu gegrün­de­ten Ver­ein bei­zu­tre­ten, was die­ser aber ablehn­te, schließ­lich hat­te man 1948 gera­de das sanier­te, neue Sta­di­on ein­ge­weiht und drei Auf­stie­ge in fünf Jah­ren gefei­ert, war deut­scher Ama­teur­vi­ze­meis­ter gewor­den und stell­te mit Kurt Ehr­mann den ein­zi­gen Karls­ru­her A‑Nationalspieler der Nach­kriegs­zeit!
Man­che Alt-KFV­ler sahen es als Feh­ler an, eine Fusi­on abge­lehnt zu haben, da man in den fol­gen­den Jah­ren dem sehr erfolg­rei­chen KSC in der Publi­kums­gunst sowie im sport­li­chen Abschnei­den nicht das Was­ser rei­chen konn­te. Doch was wäre bei einer Fusi­on mit Phö­nix und dem VfB Mühl­burg oder einer die­ser bei­den Ver­ei­ne gesche­hen? Viel­leicht hät­te es dann einen Karls­ru­her Fuß­ball-Club Mühl­burg-KFV-Phö­nix e.V. gege­ben, des­sen Aus­wärts­tri­kot schwarz-rot und des­sen Ver­eins­far­ben blau-rot-weiß gewor­den wären?!? Man kann nur spe­ku­lie­ren. Der Name KFV wäre jeden­falls aus den Anna­len der Fuß­ball­ge­schich­te gestri­chen wor­den, so wie der des FC Phö­nix, von des­sen Exis­tenz heu­te nur ein­ge­fleisch­te KSC-Fans wis­sen. Den neu­en KSC hät­te man mit dem KFV spie­le­risch kaum stär­ken kön­nen (schließ­lich spiel­te man eine Klas­se unter dem VfB Mühl­burg) und ein Sta­di­on war in der Fusi­on auch bereits vorhanden.

Zurück zur Geschich­te des KFV: Im ers­ten Spiel­jahr der 2. Liga Süd konn­te sich der KFV gut behaup­ten und schloss auf dem 10. Platz ab. In den kom­men­den Jah­ren gelang es den Karls­ru­hern die Ver­trags­spie­ler­mann­schaft fast kom­plett zusam­men­hal­ten. 1954 zähl­te der KFV 949 Mit­glie­der (davon 147 aktiv, 504 pas­siv, 28 Ehren­mit­glie­der, 20 Ehren­spiel­füh­rer und 174 Mit­glie­der der Sie­mens-Sport­grup­pe). In der 2. Liga Süd spiel­te der KFV meist im unte­ren Mit­tel­feld und zeig­te sei­ne bes­te Sai­son­leis­tung 1954, mit einem fünf­ten Platz, knapp hin­ter dem TSV 1860 Mün­chen.
Nach­dem das Ver­let­zungs­pech die Schwarz-Roten 1956 heim­such­te, ver­stärk­ten sich die Karls­ru­her vor der Sai­son 1956/57 nicht genü­gend. Natio­nal­spie­ler Ehr­mann wech­sel­te zum 1. FC Pforz­heim und der KFV stieg ab. Der avan­cier­te Wie­der­auf­stieg in die 2. Liga glück­te nicht. In zu kur­zer Zeit hat­te der KFV sei­ne Mann­schaft umfor­men müs­sen. Olym­pia­teil­neh­mer Eglin ver­ließ Karls­ru­he in Rich­tung Stutt­gar­ter Kickers. Der anhal­ten­de sport­li­che Abstieg aus den ers­ten bei­den Ligen war damit besie­gelt.
Die sport­li­che Mise­re mün­de­te schließ­lich auch beim KFV in Fusi­ons­ge­dan­ken: 1957 bil­de­te der KFV eine Kom­mis­si­on, wel­che „die Fusi­ons­ver­hand­lun­gen mit dem FC-Fran­ko­nia fort­set­zen soll“. Auf Sei­ten des KFV war die Bereit­schaft zu einer Fusi­on gege­ben und auch die Stadt wur­de in die Gesprä­che mit­ein­be­zo­gen. Selbst die Fusi­on mit dem FC 21 Karls­ru­he wur­de geprüft. Die Über­le­gun­gen zur Fusi­on wur­den bereits so kon­kret, dass die Ver­ei­ne sich auf einen gemein­sa­men Trai­ner von KFV-Fran­ko­nia einig­ten. Die Gesprä­che wur­den aller­dings auf das nach­fol­gen­de Jahr ver­scho­ben und ver­san­de­ten dann erneut.


Fußball wie er einmal war - Training auf dem KFV-Platz in den 1950er Jahren. Quelle: KFV-Archiv.
Fuß­ball wie er ein­mal war — Trai­ning auf dem KFV-Platz in den 1950er Jah­ren. Quel­le: KFV-Archiv.
Freund­schafts­spiel in Lahr
Keine Erstklassigkeit, aber immerhin gegen süddeutsche Schwergewichte ging es in den 1950er Jahren in der 2. Liga-Süd: 1860 München, Waldhof Mannheim, Darmstadt, Ulm 1846 und weitere. Quelle: KFV-Archiv.
Kei­ne Erst­klas­sig­keit, aber immer­hin gegen süd­deut­sche Schwer­ge­wich­te ging es in den 1950er Jah­ren in der 2. Liga-Süd: 1860 Mün­chen, Wald­hof Mann­heim, Darm­stadt, Ulm 1846 und wei­te­re. Quel­le: KFV-Archiv.
Die 1950er Jah­re been­de­te der KFV nur mit mäßi­gen Leis­tun­gen in der 1. Ama­teur­li­ga Nord­ba­den. Erst 1961 sicher­te sich der KFV nach Jah­ren wie­der sport­li­che Meis­ter­eh­ren, als man nach einer stra­pa­ziö­sen Pokal­run­de Feu­den­heim in einer kämp­fe­ri­schen Leis­tung in der Ver­län­ge­rung mit 2:0 schlug. In der Vor­qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de zum DFB-Pokal muss­te sich der KFV dem Lokal­ma­ta­do­ren KSC ganz klar mit 1:10 geschla­gen geben.
 

Qua­li­fi­ka­ti­on für den DFB-Pokal, 22. 10. 1960: Karls­ru­her SC — Karls­ru­her FV 10:1 (Vor­spiel 2:2)

KSC: Jung­mann, Dim­mel, Schwall, Rup­pen­stein, Rihm, Rer­math, Reit­gas­sl, Beck, Schwarz, Späth, Nedoschil 

KFV: Sick, Schmidt, Wöck­ner, Baum­gärt­ner, Schnei­de­mann, Meis­ter, Schi­cke, König, Pöhl­mann, May­er, Kempf 

21. 06. 1961: End­spiel um den nord­ba­di­schen Ama­teur­po­kal
ASV Feu­den­heim – KFV 0:2 n.V.

KFV: Sick, Schwinn, Schmidt, Lin­der, Schneid­mann, Kempf, Bau­mann, Unser, May­er, Schö­nig, Pöhl­mann
0:1 (110. Min., Pöhl­mann), 0:2 (115. Min., May­er)
Sta­di­on in Forst, 900 Zuschauer


Das 70-jäh­ri­ge Jubi­lä­um fei­er­te der KFV mit Jubi­lä­ums­spie­len gegen den KSC, Wald­hof Mann­heim (der für den DDR-Ver­ein BSG Nord­hau­sen ein­ge­sprun­gen war, der kei­ne Ein­rei­se­er­laub­nis erhielt) und dem AS Nan­cy. In der Pokal­run­de unter­lag man der KSC-Ver­trags­spie­ler­mann­schaft mit 1:3 vor 5.000 Zuschau­ern. Ein Höhe­punkt der frü­hen 1960er Jah­re war die ers­te USA-Rei­se des KFV im Juni/Juli 1963. Die Gegen­rei­se einer Mann­schaft aus Penn­syl­va­nia ließ nur ein Jahr auf sich war­ten. Dabei wur­de auch Bru­no Bau­mann nach mehr als 500 Spie­len als Ehren­spiel­füh­rer ver­ab­schie­det. Eine Fuß­ball­mann­schaft aus Phil­adel­phia wur­de bei einem Besuch in Karls­ru­he offi­zi­ell im Rat­haus empfangen.
 
1958, KFV - Phoenix Mannheim. Quelle: KFV.
1958, KFV — Phoe­nix Mann­heim. Quel­le: KFV. 
Der KFV wird nord­ba­di­scher Pokal­meis­ter 1961! Mit (v.l.n.r.) Lin­der, Sick, Mei­er, Schwinn, Pöhl­mann, Unser, Schneit­mann, Kempf, Schmidt, Schö­nig und Bau­mann. Quel­le: KFV-Archiv.
Eintrittskarte zum Spiel FC Nancy gegen KFV (1962). Quelle: KFV.
Ein­tritts­kar­te zum Spiel FC Nan­cy gegen KFV (1962). Quel­le: KFV.
Drin ist er! Weida köpft zum 1:0 gegen Freudenheim (Endstand 4:0), 1964. Quelle: KFV.
Drin ist er! Wei­da köpft zum 1:0 gegen Freu­den­heim (End­stand 4:0), 1964. Quel­le: KFV.
So sehen Sieger aus! Der KFV als Nordbadischer Pokalmeister 1965. V.l.n.r.: Weber (Spielausschussvors.), Jung, Roser, Hofheinz, Nagel, Weida, Wittner, Graf, Franz, Erhardt (Stellv. Spielausschussvors.). Quelle: KFV.
So sehen Sie­ger aus! Der KFV als Nord­ba­di­scher Pokal­meis­ter 1965. V.l.n.r.: Weber (Spiel­aus­schuss­vors.), Jung, Roser, Hofheinz, Nagel, Wei­da, Witt­ner, Graf, Franz, Erhardt (Stellv. Spiel­aus­schuss­vors.). Quel­le: KFV.
Die 1. KFV-Elf 1966. V.l.n.r.: Voigt, Roser, Muck, Wenz, Jung, Oberle, Graf, Herbstreith, Herdle, Gubitz, Marth. Quelle: KFV.
Die 1. KFV-Elf 1966. V.l.n.r.: Voigt, Roser, Muck, Wenz, Jung, Ober­le, Graf, Herbstreith, Herd­le, Gubitz, Marth. Quel­le: KFV.

USA-Rei­sen, ein Bun­des­li­ga­star und Ligaall­tag
Das 70-jäh­ri­ge Jubi­lä­um fei­er­te der KFV mit Jubi­lä­ums­spie­len gegen den KSC, Wald­hof Mann­heim (der für den DDR-Ver­ein BSG Nord­hau­sen ein­ge­sprun­gen war, der kei­ne Ein­rei­se­er­laub­nis erhielt) und dem AS Nan­cy. In der Pokal­run­de unter­lag man der KSC-Ver­trags­spie­ler­mann­schaft mit 1:3 vor 5.000 Zuschau­ern. Ein Höhe­punkt der frü­hen 1960er Jah­re war die ers­te USA-Rei­se des KFV im Juni/Juli 1963. Die Gegen­rei­se einer Mann­schaft aus Penn­syl­va­nia ließ nur ein Jahr auf sich war­ten. Dabei wur­de auch Bru­no Bau­mann nach mehr als 500 Spie­len als Ehren­spiel­füh­rer ver­ab­schie­det. Eine Fuß­ball­mann­schaft aus Phil­adel­phia wur­de bei einem Besuch in Karls­ru­he offi­zi­ell im Rat­haus empfangen. 

Jubiläumsfeier zum 75-jährigen. Quelle: Stadtarchiv Karlsruhe.
Jubi­lä­ums­fei­er zum 75-jäh­ri­gen. Quel­le: Stadt­ar­chiv Karlsruhe.